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Ten Years After

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Alvin Lee Band



Alvin Lee fegte über die Seiten
wie selten ein Gitarrist zuvor. Er war nicht besonders schnell auf dem Griffbrett, aber es hörte unglaublich komprimiert und schnell an. Leo Lyons spielte seinen Fender-Bass, der in den Bauch hämmerte. Darüber legten sich wummernde Melodiefetzen einer Hammond von Chick Churchill, und einer der besten Drummer der Welt, Ric Lee, brachte den Ten Years After Powersound. Dazu kam die harte Stimme von Alvin Lee (alias
Graham Barnes. So war das in der 1979 in der ehrenwerten Musikhalle in Hamburg.Heute spielen Ten Years After mit Joe Goosh an der Gitarre und er ein schweres Erbe. Alvin Lee spielt in der "Alvin Lee Band" zusammen mit Alan Young oder Alvin Schrempf am Schlagzeug und Steve Gould am Bass. Und das liest/hört sich dann etwa so an:

"Was braucht ein Gitarrenheld wie Alvin Lee ein Effektgerät? Gitarre, zehn Finger, ein Plektrum, ein Schlagzeugstick seine Mundharmonika sowie einen Mikroständer an dem er seine Gibson schaben kann, sind ihm Gedöns genug. Dazu zwei Marshall-Türme, ein Schlagzeuger und ein Bassist. Bluesrock-Herz, was willst du mehr?

Vom zehnjährigen Schuljungen bis zum Regisseur Hark Bohm ist bei der AlvinLeeBand unter den Zuschauern so ziemlich alles vertreten. Alvin Lee erreicht sein Publikum auf Festivals und in mittleren Hallen. Die Musik kommt härter als früher, die Soli oft unsauber. Aber auf der CD "Live in Wien" klingt manches erheblich besser als früher. Die zwei Seiten des Herrn Lee.

Hertage 555
Alvin Lee gibt ein Autogramm direkt
auf meine Gitarre

 

Ten Years After


mehr Fotos vom letzten Konzert in Norddeutschland 2001 hier

Mehr als 90 Minuten lang plus zwei Zugaben bläht Alvin manchmal die Backen. Verzieht die Mundwinkel, singt jeden Gitarrenton mit, als flüstere er seinen Fingern zu, was diese zu tun hätten. Tobt über das Griffbrett der (vom Veranstalter bereitgestellten Gibson ES 335 nicht ganz die legendäre "Big Red", aber auch mit aufgepinseltem Peace-Zeichen) als bekäme er pro Ton bezahlt. Dann wieder butter-weich, und im nächsten Moment schwer agressiv, um es so richtig krachen zu lassen. Dampframmen-Blues. "Rock’n Roll", ruft der schon über 60 -Jährige, reißt die zur Faust geballte Rechte nach oben, als möchte er sagen: "So macht man das!" (so macht er das schon immer) Und tobender Applaus bricht regelmäßig los wie eine Erlösung."